Innset


Hier unten im Tal liegt Innset am See Veslevatn
Hier unten im Tal liegt Innset am See Veslevatn

Innset liegt für nordische Verhältnisse recht hoch: 300 Meter über dem Meeresspiegel. Wenn man bedenkt, das die Baumgrenze bereits bei 600 Metern liegt, wird klar, daß sich in Innset die Wachstumsperiode recht kurz hält – oder anders herum gesagt: Der Winter ist die in jeder Hinsicht dominierende Jahreszeit.

 Eingerahmt wird Innset durch die Berge ringsherum, die das Tal mit fast 700 Metern überragen. Selbst im Hochsommer verschwinden nicht alle Schneeflecken die in geschützten Senken dem Norden zugewandt sind. Direkt gegenüber der Huskyfarm, oberhalb des Berges Rubben liegt ein kleiner Gletscher.

Für den Autoreisenden ist der See Veslevatn das Erste, was er von Innset sieht, da sich die schmale Straße an den Ufern entlang windet.
Der See Veslevatn verdient nur seinen Namen, weil es andere, größere Seen in der Nähe gibt. Auch wenn „vesle“ klein bedeutet, hat der See immerhin eine Ausdehnung von 3x 1 Kilometern. An ihn grenzt die Huskyfarm.

Innset liegt am Ende einer langen Sackgasse in der Gemeinde Bardu im Regierungsbezirk Troms. 35 Kilometer sind es zum Gemeindezentrum Setermoen, das an der Straße E6 liegt. Hier besteht auch die einzige Möglichkeit Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen. Eine Busverbindung gibt es nur an Donnerstagen.
Wer von unseren Gästen einkaufen möchte, schließt sich uns an, leiht sich ein Auto bei uns aus oder wartet auf den Donnerstag.

Arbeitsplätze für Zweibeiner gibt es nur im Wasserkraftwerk oder durch die eigene Schaffenskraft. Daher blieb die Bevölkerungszahl stark begrenzt: Wir sind gerade noch acht menschliche Einwohner bei einem Durchschnittsalter von über 50 Jahren. Der größte Arbeitgeber für Vierbeiner ist die Huskyfarm mit 65 Angestellten. Wie beliebt der Arbeitsplatz ist zeigen die Kündigungszahlen der Angestellten, die bei Null liegen. Der Arbeitsplatz wird in der Regel vererbt.

Der Hundehof im Sommer. Die Hunde ruhen sich aus.
Der Hundehof im Sommer. Die Hunde ruhen sich aus.

Ins Auge fallen dem Besucher Innsets die vielen kleinen und größeren Hütten, die verstreut im Birkenwald liegen und offensichtlich nicht ständig bewohnt sind. Hier handelt es sich um Hütten und Gebäude, die im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk in den 50 iger Jahren gebaut worden sind um den Arbeitern ein festes Dach über dem Kopf zu bieten. Heute werden diese Gebäude als Wochenend- oder Ferienhäuser genutzt. Das größte Gebäude ist das „Villmarkssenter“ – das den Arbeitern nicht nur als Unterkunft sondern auch als Kantine diente.
In den letzten 40 Jahren wechseln in unregelmäßigen Abständen die Besitzer, die jeweils von der Idee getrieben werden hier ihren Lebensunterhalt durch Vermietung und Verköstigung von Gästen zu bestreiten. Da aber Innset weder der Nabel der Welt ist noch größere Touristenströme zu bewältigen hat, wird die Kontinuität des Besitzerwechsels so lange anhalten, bis es ein neuer Besitzer versteht mit einem wirklich attraktiven Angebot Gäste entgegen zu nehmen. Uns wäre es nur recht, denn dann könnten wir auch einmal Essen gehen.